
Domi trifft den Teufel – und nimmt danach ein Bad
Ein wildes Freeride-Abenteuer durch das Teufelscouloir bis tief in die Schöllenenschlucht unterhalb von Andermatt.
Nachdem am Donnerstag Neuschnee gefallen war, beschloss Domi, dem einsamen Teufelscouloir einen Besuch abzustatten. Was folgte, war ein Tag mit steilem Powder, einer Abseilstelle, lokalen Legenden – und einem unfreiwilligen Bad in der Reuss.
Freeriden im Teufelscouloir
Das Teufelscouloir ist eine spektakuläre Freeride-Linie, die vom Nätschen rund 1’000 Höhenmeter hinunter in die berühmte Schöllenenschlucht führt.
Weit unter uns schlängeln sich die Autos über die Passstrasse. Über ihnen ziehen wir Schwung um Schwung durch den herrlichen Schnee.
Weiter unten wird das Couloir zunehmend alpin. Über die letzten Felsstufen müssen wir ein kurzes Stück abseilen – darauf sind wir vorbereitet.
Wo das eigentliche Abenteuer begann
Das Couloir selbst war nur der erste Teil des Abenteuers.
Anders als die verschneiten Hänge weiter oben zeigte sich die Schöllenenschlucht nicht besonders winterlich. Die Reuss war grösstenteils nicht zugefroren und das kalte Wasser plätscherte munter durch die Schlucht.
Schon bald standen wir vor demselben Problem wie die Menschen in Andermatt im Mittelalter: Wie überquert man die wilde Schöllenen?
Durch die Schöllenen – ohne die Hilfe des Teufels
Andere Zeit, ähnliche Situation.
Wir wollten unseren Weg aus der Schlucht lieber ohne die Hilfe des Teufels finden. Nach einigen Versuchen war jedoch klar, dass wir hier nicht mit trockenen Füssen herauskommen würden.
An einer Stelle sah das Eis so aus, als könnte es gerade noch tragen.
Domi schnallte seine Ski an, nahm Anlauf – Geschwindigkeit ist schliesslich dein Freund, oder? – und versank einen Augenblick später wie die Titanic im kalten Wasser.
Ja, das Teufelscouloir hat seinen Preis.
Die Schöllenenschlucht hat seit dem Mittelalter nichts von ihrer Wildheit verloren. Nur die Menschen schienen damals etwas schlauer gewesen zu sein.
Eine letzte Abfahrt am Gemsstock
Nach einem schnellen Kleiderwechsel ging es für die letzten Abfahrten des Tages zurück an den Gemsstock.
Wir fanden sogar noch ein paar unverspurte Lines.
Alles in allem war es ein grossartiger Tag – trotz des unerwarteten Bads.
Domi war an diesem Tag privat unterwegs und führte keine Gäste. Ihr müsst euch also keine Sorgen um ein unfreiwilliges Eisbad machen, wenn ihr das Teufelscouloir eines Tages mit uns entdecken möchtet.
Wir arbeiten an anderen Lösungen.
Kann man das Teufelscouloir buchen?
Das Teufelscouloir ist keine Standardroute, die unabhängig von den aktuellen Verhältnissen fest eingeplant werden kann.
Schneequalität, Lawinengefahr, Temperaturen, der Zustand der Schöllenenschlucht und die Erfahrung der Gäste entscheiden darüber, ob die Linie an einem bestimmten Tag eine geeignete Option ist.
Unsere Bergführer beurteilen die Verhältnisse vor Ort und wählen eine Route, die zur Gruppe, zum Wetter und zur aktuellen Sicherheitssituation passt.
Versteckte Freeride-Lines in Andermatt
Entdecke Freeride Andermatt mit einem lokalen Bergführer
Möchtest du das Freeride-Gelände rund um Gemsstock, Nätschen und die Gotthardregion gemeinsam mit einem lokalen Bergführer entdecken?
Bei einem privaten Freeride-Tag wählen wir die Route passend zu deiner Erfahrung, deinen Zielen und den aktuellen Verhältnissen aus.
Andere Freeride-Varianten in Andermatt
-
Giraffe: Das legendäre Couloir am Gemsstock
-
Felsental: Weite Hänge & spielerisches Gelände am Gemsstock
-
Ober Geissberg: vielseitige Lines & Powder-Hänge am Gemsstock
-
Unter Geissberg: Powder, Flow & Kontraste im windgeschützten Gelände
-
Vorgipfel-Couloir: steil, eng & legendär am Gemsstock
-
Freetouring Andermatt – kurze Aufstiege, einsame Abfahrten & unberührter Powder